• waeschbaer

worüber machst du dir alles Gedanken?

  • Bildthema / Verwendungswunsch

  • Emotion / Stimmung

  • Kleidung und Make up

  • Wetter

  • Hausrecht / Nutzungsrecht / Urheberrecht / Gefahren

  • Ausrüstung

  • Kundenanzahl

  • Dauer

  • Bildanzahl

  • Lichtsetzung / Location / Aktuelle Veranstaltungen in der Umgebung

  • Tageszeit / Lichtfarbe

  • Alternativ Termin

  • Bildbearbeitungsaufwand

  • Zweiter Fotograf / Lichthelfer / Visagisten / Helfer

  • Moodboard

  • Angebot

Jetzt bringen wir aber mal diese Wortlawine ein wenig in Struktur. Alle diese Punkte schreibe ich mir vor einem Shooting oder bei einem Geschäftskunden auf um am Ende ein klar mit Worten gemaltes Bild zu erhalten.




Bildthema / Verwendungswunsch


Hier ist grob gesagt der Überbegriff der typischen Fotografie gemeint den viele kennen. Päarchenfotos, Bewerbungsbilder, Hochzeitsfotos, Kinderfotos, Stillleben, Haustierfotografie Aktbilder etc. Dies hilft auch den Verwendungszweck festzulegen. Bewerbungsbilder sollten adrett sein um kompetent für die neue Arbeit zu wirken. Kinderfotos sollen fröhliche Erinnerungen auslösen und zum Vergleich zur Gegenwart dienen.

Emotion / Stimmung


Dieser Punkt hilft mir am meisten. Hierfür nehme ich dann gerne meine Emotionsübersicht zur Hand. Wenn ein Bild Freude ausstrahlen soll, schlage ich ein Motiv auf einem Feld vor, mit normaler Kleidung.

Bei Gelassenheit und friedlich bieten sich Stege an der Alster an und etwas ausgefallenere Kleidung die gerne sehr gut eingetragen wurde.

Stolz und selbstischer eignet sich für urbane Gebiete in der City mit geschlossener Kleidung.

Hier entstehen automatisch einige Bilder im Kopf und erzählen dadurch schon eine Geschichte.


Kleidung und Make up


Wenn die Emotionen gedeutet und eine Bildstimmung festgelegt wurde sucht man die passende Kleidung. Deswegen die Reihenfolge, um schon mal die Kleider radikal auszusortieren. In der Regel passen dann nur noch zwei Kleidungsstücke aus dem eigenen Kleiderschrank zu dem besprochenen Thema. Etwas ähnliches sollte auch für das Make up gelten, wobei zu beachten ist, dass die Kamera und das Licht sehr viel vom Make up schlucken. Dieses Phänomen ist den meisten Frauen bestimmt schon einmal

aufgefallen. Den Männern eher selten. Eine Visagistin wird für die meisten erst bei außergewöhnlicheren Shootings wie Hochzeit, Mode etc. notwendig.

Wetter


Abhängig vom Wetter sind einige Shootings besser zu planen. Wenn es striktere Vorgaben gibt, wie Tageslicht am Strand im Bikini, muss man sich in Hamburg etwas gedulden. Das bedeutet täglich das Wetter zu kontrollieren und notfalls spontan einen Tag zu opfern für dieses Shooting. Im Studio hat man natürlich mehr Freiheiten und ist fast nie aufs Wetter angewiesen, wenn man Orkanwarnungen etc. auslässt.



Hausrecht / Nutzungsrecht / Urheberrecht / Gefahren / Aktuelle Veranstaltungen in der Umgebung


Hausrecht Für Outdoor Shootings ist dies ein sehr wichtiges Thema. In Hamburg darf man z.B. nicht auf dem HVV Grundstücken fotografieren auch wenn sie öffentlich zugänglich sind. Dies ist deren Hausrecht und sie können euch natürlich des Ortes verweisen. Ebenso kann man sich eine Location von Airbnb oder ein Hotel anmieten, sollte jedoch vorher klären ob es in Ordnung ist dort zu fotografieren. Es sollte ja als Übernachtung „genutzt“ werden und nicht als Fotohintergrund. Somit einfach kurz erklären warum und weshalb diese Fotos gemacht werden. Einige Hotels haben strikte Vorgaben dies zu unterbinden. Bei Airbnb fühlen sich die Leute meist geschmeichelt und wenn es im Rahmen bleibt, ist es für einige okay aus meiner Erfahrung heraus.


Nutzungsrecht Dann gibt es noch das Urheberrecht. In Hamburg z.B. gibt es den „Blue Port“. Hier wird der

Hafenbereich in blaues Licht getaucht und ist eine spannende Kulisse für Modefotografie. Diese Kunstinstallation ist jedoch urheberrechtlich Geschützt und darf auch nicht auf Social Media geteilt werden (Stand 09.09.2019). Mittlerweile wurde dieses Motiv für private Nutzung (Hobbyfotografen) und zum Teilen freigegeben.Dieses eher ungewöhnliche Problem sollte jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Ein anderes Beispiel wäre ein Teilaktshooting bei dem Körperstellen mit Haribo Gummibärchen verdeckt werden. Da könnte Haribo vielleicht etwas dagegen haben.


Gefahren vermeiden Dies wären z.b. Rauchbilder im Stadtgebiet. Ein Passant der Rauch aufsteigen sieht könnte natürlich Feuerwehr und Polizei rufen. In diesem Fall darf man als Fotograf und der Kunde eine Strafe zahlen. Ähnlich verhält es sich mit Studioblitzen in der Nähe von Straßen. Wenn ein Autofahrer sich vor einem starken Blitz irritieren lässt und einen Unfall verursacht ist man selber nicht direkt am Unfall beteiligt, dies kann jedoch Konsequenzen haben. Solche Themen wo ihr den Öffentlichen Raum stark beeinträchtigen könntet, sollten am Besten immer direkt mit der jeweiligen Pressestelle der Polizei oder Feuerwehr geklärt werden. Die erklären schlüssig ihre Bedenken und beraten auch gerne.

Ausrüstung


Natürlich kann man immer alles mitnehmen was man hat, jedoch ist eine Limitierung sehr befreiend und spart ungemein an Zeit. Grundausrüstung ist natürlich immer eine Hauptkamera, eine Ersatzkamera, ein Hauptobjektiv, ein Ersatzobjektiv, zwei Akkus und zwei Speicherkarten. Alles doppelt, falls eine Sache ausfällt. Alles andere ist rein optional und hängt sehr stark vom Thema ab.

Kundenanzahl


Dies sollte natürlich vorher geklärt werden. Mehr Personen bedeutet mehr Zeitaufwand pro Bild und auch mehr nicht verwertbare Bilder. Man muss jede Person Anweisungen geben, hoffen das alle sich gleich gut selbst inszenieren und nicht blinzeln. Auch die Terminabsprachen sollte stehen und mehrfach an den Termin erinnert werden, damit alle pünktlich erscheinen und kein Stress entsteht.

Dauer / Bildanzahl


Eine klar festgelegte Termindauer hilft natürlich nicht nur dem Fotografen beim planen seines Tages, sondern auch auch dem Kunden. Hier spielt dann auch die Bildanzahl eine große Rolle. Wenn man bei einem Fototermin von 30 Minuten 70-100 Bildern macht ist dies sehr gut. Am Ende wählt man dann zirka 10-15 Bilder aus, welche einem sehr gut gefallen und man ist zufrieden. Ein Fototermin der 120 Minuten lang ist und nur mit einer Person ist viel zu lang. Am Ende gäbe es 400-500 Bilder. Dies würde den herkömmlichen Rahmen sprengen und zwangsläufig zu einer Überforderung führen. Dann gibt es natürlich noch Arbeitszeit die eingeplant werden muss, sowie Zeiten die eher im Hintergrund entstehen,

wie Lichtsetzung, Setup / Aufbau, Requisiten vorbereiten, Make up, etc. Bis auf Make up sollte der Kunde diese Punkte jedoch nicht stören oder beeinflussen.

Lichtsetzung / Location / Aktuelle Veranstaltungen in der Umgebung


Für einen Studio Tag mache ich mir natürlich vorher Gedanken wie ich das Licht setzen möchte. Hierfür nutze ich persönlich gerne Stylights. Auf dieser Website kann ich kleine Grafiken erstellen und mir Gedanken machen, wie und wo ich Lichter setze. Hier kann ich im Rahmen eines Studiotages alles für mich Planen und bereits das Konzept effizient vorbereiten. Outdoor habe ich bereits sehr viele Locations passend zu vielen Themen gesucht. Hierfür ist mein treues Fahrrad und mein Google maps wichtig. Ich markiere Orte und Uhrzeit. Somit kann ich gut variieren und auch passend zum Fototermin Alternativen festlegen, falls es aufgrund von höherer Gewalt nicht möglich ist Location A zu nutzen. Es gibt auch verschiedene Sonnenverlaufs Apps um das Licht zur passenden Uhrzeit festzustellen.

Dann sollte man natürlich überprüfen ob in nächster Zeit ein Event vor Ort oder in der Nähe stattfindet. Dies könnte sowohl euren als auch deren Ablauf stören oder gefährden. Einfaches Beispiel: Flohmarkt in der der Nähe einer Kirche oder ein Risikospiel und das darauf folgende Polizeiaufgebot.

Tageszeit / Lichtfarbe


Für ein natürliches Outdoor Shooting sind natürlich die Sonne und deren Postition sehr wichtig. Bei Bedarf noch ein Aufheller. Dann bestimmt der Weißabgleich die Wärme des Bildes. Wenn man eine künstliche Lichtquelle wählt, muss man mit mehr bedacht handeln. Licht ist nicht gleich Licht. Glühbirnen haben wärmeres Lichtund sind somit etwas gelblicher und Leuchtstoffröhren sind eher kühler und bläulicher. Blitzlichter sind relativ neutral, können jedoch mit Farbfolien verändert werden. Eine Farbnuance kann jedem Bild etwas mehr Ausdruck verleihen, während zu viel das Bild übersteuern kann. Wenn es die Zeit zulässt, erst einmal sanft einfärben und danach steigern.

Alternativ Termin


Dieser wird in der Regel geplant wenn das Wetter der Schlüsselpunkt ist. Strahlende Sonne, Regen oder Schnee gibt es nicht auf Bestellung und werden deswegen bei mir vorgeplant mit Alternativen. Ein weiterer Grund für einen alternativ Termin sind große Gruppen. Lieber zwei bis drei Tage vorschlagen. Diese können dann geklärt und fixiert werden damit sie bindend sind. Es gibt natürlich auch immer Zwischenfälle die man nicht beeinflussen kann, wie höhere Gewalt (Unwetter), unvorhersehbare Ereignisse (Feueralarm im Gebäude) bis hin zu persönlichen Schicksalen (Autounfall). Dies sind alles vertretbare Terminabbrüche und können kurzfristig eintreten. Da braucht man sich natürlich nicht zu rechtfertigen, dass man einen Termin nicht wahrnahm. Bei einem nicht erscheinen ohne Rückmeldung ist es natürlich sehr ärgerlich und für beide Parteien zu überlegen ob ein weiter Termin geplant wird oder schlimmstenfalls Ersatzansprüche geltend gemacht werden können. Dies hängt von vorher abgeschlossenen Vertrag ab.

Bildbearbeitungsaufwand


Dieser sollte natürlich vorher festgelegt werden. Eine komplette Beautyretusche und Austausch des Hintergrundes etc. bedeutet Mehraufwand, was sich natürlich preislich niederschlägt. Eine einfache digitale Nachbearbeitung ist jedoch für mich immer im Preis eingeschlossen sowie das aufbereiten der Bilder, einmal fürs Web als auch für den Druck.


Zweiter Fotograf / Lichthelfer / Assistenz/ Visagisten / Helfer


Hier kommt es auf das jeweilige Thema an. Bei Hochzeiten z.B. sind zwei Fotografen nicht schlecht. Einer fotografiert exklusiv das Brautpaar, der zweite begleitet das Event und sammelt Bilder von Gästen und fängt die Atmosphäre ein.

Bei komplizierten Licht ist eine Lichthelfer / Assistenz recht hilfreich und eine Bereicherung fürs Team. Er nimmt einem Stress ab.

Eine Visagistin ist auch extrem wichtig. Sie trägt nicht nur Make up auf. Sie vermittelt auch

Professionalität, wenn man geschminkt wird. Zusätzlich geben sie auch gerne individuelle Tipps zum Schminken und zur Pflege.

Ein allgemeiner Helfer kann bei Eventfotografie oder Produktfotografie (wie Mode) ebenfalls von Nöten sein. Er oder Sie kann wartende Gäste über die Folgetermine aufklären, Ausrüstung pflegen, Bilder auswerten und vorbereiten etc.

Natürlich ist die Entourage nicht notwendig für kleine Fotoshootings wie z.B. Bewerbungsfotos. Diese Personalplanung ist eher für größere Termine oder Bildreihen etc. vorgesehen.

Moodboard


Nachdem nun alle Informationen zusammengeflossen sind, erstellt man ein Moodboard. Mein bevorzugtes Medium hierfür ist Pinterest. Hier sammle ich dann die Bildideen passend zu Planung und einige passende Posen. Somit weiß der Kunde welchen Stil wir nun anstreben und kann sich selber vorbereiten.


Das Angebot


Alles wird nun zu einem Angebot zusammengefasst. Unter Berücksichtigung aller Punkte und dem Moodboard. Jetzt weiß der Kunde was ihn erwartet. Nicht mehr und nicht weniger.

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